Dossier: Olympische Spiele 2016 in Rio de Janeiro

Zu den Olympischen Spielen vom 05. – 21. August 2016 erwartet Rio de Janeiro eine halbe Million Besucherinnen und Besucher. Auf den ersten Blick sieht das nach einem Gewinn für die Stadt aus: Arbeitsplätze entstehen, der Tourismus boomt und milliardenschwere Investitionen fließen.Eine weitere Hoffnung war, dass die Spiele ihrer Gastgeberstadt ein positives, langfristiges Erbe hinterlassen.

Die Lebensbedingungen der Bevölkerung sollten sich verbessern und die Bewohnerinnen und Bewohner in die Investitionsentscheidungen einbezogen werden – zum Beispiel in den Bereichen Mobilität, Verkehrsinfrastruktur oder bezahlbarer Wohnraum.

 Doch hat dies tatsächlich funktioniert in der Olympia-Stadt Rio de Janeiro?

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Die Zivilgesellschaft jedenfalls kritisiert den Vormarsch eines wirtschafts- und wettbewerbsorientierten Stadt-Konzepts, das bestehende Ungleichheiten verschärft und Verletzungen der Menschenrechte in Kauf nimmt. Erst vor wenigen Wochen musste die Regionalregierung von Rio de Janeiro den Finanznotstand ausrufen, um notwendige Ausgaben im Zusammenhang mit den olympischen Spielen stemmen zu können – Lehrer/innen und Polizeigehälter werden seit Monaten verspätet ausgezahlt, das Gesundheitswesen steckt ebenfalls in der Krise.

 

Die Heinrich-Böll-Stiftung hat Journalist/innen, Vertreter/innen von Nichtregierungsorganisationen und Wissenschaftler/innen eingeladen, in Text, Bild und Ton Probleme und Konsequenzen der Olympia-Vorbereitungen in der Stadt Rio de Janeiro zu analysieren und diskutieren.

Mit Beiträgen u.a. von Giselle Tanaka, Aercio Oliveira, Nelma Gusmão, Julia Bustamante, Caio Lima, Ítalo Nogueira u.A.

Eine englische Version des Dossiers erscheint ebenfalls in Kürze.